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Text des Monats Januar 2012
(Für Inhalt und
Auswahl sind die Autoren selbst verantwortlich)
Nicole Schlichte
Heiße Liebe
Es war Sylvester 2007 und sie sagte zu mir kurz vor 24 Uhr:
„Elena, ich liebe Dich!“
Es traf mich wie ein Hammerschlag, ich wusste nicht recht wie mir geschah.
„Wieso gerade mich?“
Doch sie blieb mir die Antwort schuldig, denn draußen schossen
die Raketen und es wurde mit Sekt angestoßen, die Welt um uns vibrierte.
Als ich zwei Stunden später nach Hause ging, kam sie einfach mit und noch ehe ich mich
versah, lag sie in meinem Bett und lächelte mich verschmitzt an.
Ich wälzte mich von einer Seite auf die andere, doch das schien sie nicht zu stören. Sie lag brettelbreit da und fühlte sich wie zuhause.
Am nächsten Tag versuchte ich ihr zu verstehen zu geben, dass sie doch bitte gehen sollte.
Es wäre eben nur für eine Nacht gewesen.
„Du hast mich mitgenommen“, säuselte sie.
„Mitgenommen!? Du hast dich mir aufgedrängt.“
Sie grinste frech und legte liebevoll ihren Kopf an meine Schulter.
Ich versuchte sie zu ignorieren, doch ich war zu schwach.
Sie schmiegte sich noch dichter an mich, dass ich fast keine Luft mehr bekam und sagte: „Ich liebe dich!“
Darauf konnte ich nichts mehr erwidern, denn irgendwie hatte sie auch etwas Faszinierendes. Mit ihr kam ich zur Ruhe.
Ich verbrachte das ganze Wochenende mit ihr und Montagmorgen lag sie immer noch neben mir.
„Ich gehe in die Arbeit!“ sagte ich.
Doch sie schlief friedlich weiter.
Am Nachmittag konnte ich es dann kaum fassen, sie stand bei mir im Büro!
Fiel mir heulend an meine Brust:
„Ich habe es ohne dich nicht ausgehalten!“
„Bitte geh“, flüsterte ich eindringlich.
„Nein“, flehte sie und ich wusste ich hatte keine Chance.
Auf dem nach Hause weg in der U-Bahn, knabberte sie mir vor allen Leuten am Ohr und flüsterte: „Ich bin verrückt nach dir!“
„Lass das“, sagte ich mürrisch.
Zu Hause spürte ich sofort ihre Hände kalt auf meiner Haut.
Da wurde ich furchtbar wütend, denn ich hatte genug von ihr.
Ich trank drei Bier und drei Korn.
Wie konnte das alles nur passieren!?
Völlig verkatert besorgte ich mir Tabletten, sonst würde ich bald am Ende sein.
UND… es half!
„Warum hast du da getan!?“ fragte sie mich,
packte ihre sieben Sachen und verschwand.
Sie, meine Grippe.
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