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Pegasus
Verein für kreatives Schreiben e.V.
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Text des Monats November 2009
(Für Inhalt und
Auswahl sind die Autoren selbst verantwortlich)
Juliane Reister
Ein kleines Wunder
Er: "Du sitzt jetzt schon einige Minuten vor deinem PC und schreibst nichts, was ist? Hast du keine Ideen?"
Sie: "Wir sollen für Schreibart über ein kleines Wunder schreiben, doch ich glaube nicht anWunder. Ich bin der Meinung, dass bei einem glücklichen Ausgang irgendeines Malheurs die Kräfte, der Wille und das positive Denken und Fühlen des Betroffenen selbst und seines Umfelds zum Erfolg führt. Die Erfahrung hat mich solches gelehrt. Deshalb fällt mir zum Thema Wunder absolut nichts ein."
Er:" Da staune ich aber. Es ist meines Wissens das erste Mal, dass du zu einem Thema nichts zu sagen hast. Das grenzt ja fast an ein kleines Wunder."
Schreibart 3
Aus Sicht der Hildegard: "Und was hast du heute so gemacht?"
Keine Antwort!
"Was ist das für ein Mann! Er war doch früher ganz anders. Ich werde meine Freundinnen fragen, wie man das Problem lösen könnte. Ich würde so gerne mit ihm darüber reden. Aber ganz sicher ist er dann beleidigt. Als wir heirateten war er doch ein temperamentvoller Mann. Klar gab es zuweilen kleine Probleme. Aber alle meinten, nach ein paar Jahren würde sich alles einspielen. Die Meinenden hatten Recht. Es hat sich alles perfekt eingespielt.
Hast du Hunger?"
Er steht auf und geht.
"Könntest Du mir sagen, was hier vorgeht? Ich dachte du würdest dich freuen über meine Heimkehr. Setz dich wieder hin. Ich wollte schon lange mit dir reden. Ach, ich hatte keinen Bock einzukaufen. Der Eisschrank ist leer."
Der einzige Inhalt des Eisschranks sind zwei Flaschen Bier. Sie trinken und schweigen.
"Das Bier ist zu warm"
(Rosamunde Pilcher richtet ihre Aufmunterungen in Sachen Liebe an zwei Schlafende.)
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